Eine Vereinsaktivität ganz anderer Art spielte sich Mitte Februar bei Familie Rahe im Reiterstübchen ab: 10 Damen(?!) trafen sich unter Leitung eines Herrn(!), um „Belmer Pferdeäpfel“ und weitere Köstlichkeiten zu kreieren.
Christian Steuwer hatte sich netterweise bereiterklärt, uns in die professionelle Herstellung von Pralinen wie „Himmlische“, Baily-Pralinen oder Walnuss-Toffees einzuweihen, indem er die Zutaten mitbrachte, Rezepte und Hilfsmittel wie Mixer, Schaber, Fülltrichter, Thermometer („Der Honig muss genau 117,5° haben!“ - oh je...) und vieles mehr zur Verfügung stellte, sein umfangreiches Wissen einbrachte und uns gackerndes Fußvolk virtuos und mit viel Geduld dirigierte.
Ob ihm dabei im Vorfeld wirklich klar war, auf was er sich eingelassen hatte, darf bezweifelt werden:

Bild 1:Judith kurz vor einem erfolglosen Attentat auf die Assistentin des Sportresorts
Bild 2: Britta in der Identitätskrise
Aber es gelang ihm bewundernswert, den überbordenden Aktionismus der Einen in produktive Bahnen zu lenken, gelegentliche Ansätzte von Anarchismus und Spieltrieb der Anderen („Ist doch egal, welche Farbe die Kouvertüre hat - außerdem wäre es doch nett, mal was Neues auszuprobieren!“) in noch vertretbare Bahnen zu lenken und dabei den doch ausgeprochen komplexen Ablauf der Pralinenherstellung fest im Griff zu behalten.
Wir hingen ihm natürlich alle gebannt an den Lippen:

Judith bewies viel Geschick und eine außerordentlich locker-bewegliches Handgelenk beim Rühren, Marie-Anne eine ruhige Hand und viel Ausdauer beim Befüllen der Pralinen-Rohlinge, ich dagegen, meiner grobmotorischen Ausrichtung angemessen, tat mich eher beim Zerhacken von kiloweise Kouvertüre hervor, tatkräftig unterstützt von Hedwig Rahe, die das Brett hielt, während Andrea und Nadine immer und überall zur Stelle waren.

Am Ende hatte Christian es doch tatsächlich bewerkstelligt, dass jede Teilnehmerin ein Tütchen selbtgemachter, superleckerer Pralinen mit nach Hause nehmen konnte. Diese landeten bei der einen oder anderen im Magen ihrer Lieben (Nadine einen Tag später: „Meine Pralinen sind alle weg - ich hatte sie extra in den Schrank gestellt, hat aber nix genutzt...“), meine habe ich daraufhin besser versteckt...
Hut ab und vielen Dank für den netten Abend, Christian!

Dank auch an Familie Rahe für die Benutzung des Reitersübchens und die Tüten,
an die natürlich niemand gedacht hatte!
Barbara
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